ArbeiterKind.de nutzt Förderung vom Land Hessen

Land fördert das Projekt „Studieren mit ArbeiterKind.de in Hessen“ dieses Jahr mit 139.000 Euro. Grafik: ArbeiterKind.de

Wer sich als Erster oder Erste in der Familie für ein Studium entscheidet, stößt auf besondere Herausforderungen: Oft können die Eltern nicht mit eigenen Erfahrungen weiterhelfen, das akademische Umfeld ist Neuland, es fehlt an finanzieller Unterstützung. Die Initiative ArbeiterKind.de unterstützt Schülerinnen und Schüler sowie Studierende mit Mentoring-Programmen, Sprechstunden und Infoveranstaltungen auf ihrem Weg zum Hochschulabschluss. Mit dem Projekt „Studieren mit ArbeiterKind.de in Hessen“ will sie ihre Angebote und Präsenz an den Hochschulen weiter ausbauen sowie mehr Schülerinnen und Schülern im ländlichen Raum erreichen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt die Initiative dabei in diesem Jahr mit rund 139.000 Euro, bis 2024 werden weitere Fördermittel in Höhe von jährlich 200.000 Euro in Aussicht gestellt.

Arbeiterkind.de schafft den inhaltlichen und persönlichen Zugang unter anderem mit Mentorinnen und Mentoren, die selbst aus Nicht-Akademikerfamilien stammen und erfolgreich studiert haben. Dabei steht insbesondere das Mutmachen im Vordergrund sowie gute Informationen über mögliche Bildungswege. Darüberhinaus konzentriert sich die Initiative als sein neuestes Projekt auf Schülerinnen und Schüler, die keine Hochschulen in ihrer Nähe und somit wenig Berührungspunkte mit der Option eines Studiums haben. 

Noch mehr Aktivitäten und Partnerschaften

Mit der vom Land Hessen zur Verfügung gestellten Förderung plant ArbeiterKind.de eine noch intensivere Betreuung von Schülerinnen und Schülern, Erstakademikerinnen und Erstakademikern sowie der Ehrenamtlichen, die für die Initiative aktiv sind. Darunter fallen noch mehr Infoveranstaltungen und Online-Schulgespräche. Außerdem plant die Initiative, weitere Partnerschulen sowie Partner-Hochschulen zu finden (, was bereits mit der Hochschule Fulda seit 2018 erfolgreich stattfindet,) und eine Hessen-Tour im ländlichen Raum zu starten.

Die Initiative ArbeiterKind.de hat ihren Ursprung in Hessen: Sie startete 2008 als Website an der Justus-Liebig-Universität Gießen, dort wurde auch die bundesweit erste Geschäftsstelle gegründet. 2010 kam als Pilotprojekt an der Goethe-Universität das erste ArbeiterKind.de-Regionalbüro hinzu. Mittlerweile gibt es in Hessen sieben ArbeiterKind.de-Gruppen: in Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gießen, Kassel, Marburg und Wiesbaden.

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