Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs zur Situation Promovierender

BuWin 2021: Wie geht's Promovierenden und Promovierten in Deutschland? | Campus | ARD-alpha | Fernsehen | BR.de
Um Karriereverläufe Promovierter, die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, die Übergänge in die Qualifizierung sowie Karrierewege und berufliche Perspektiven nach der Promotion geht es im neuen Bundesbericht. Quelle: br.de

Alle vier Jahre erscheint der „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (BuWiN) (PDF) zur Situation der Promovierenden in Deutschland.

Schwerpunktthemen der neuen Ausgabe sind die Karriereverläufe Promovierter, die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, die Übergänge in die Qualifizierung sowie Karrierewege und berufliche Perspektiven nach der Promotion. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek zieht als Reaktion auf die Veröffentlichung des Berichts eine insgesamt positive Bilanz.

Chancen auf hervorragende Karriereverläufe

Der BuWiN zeige, dass eine Promotion „Chancen auf hervorragende Karriereverläufe“ eröffne. Allerdings gebe es auch „Bereiche, die wir weiter verbessern wollen“. Dazu gehöre, dass die Befristungsquote unter den Nachwuchswissenschaftlern noch immer zu hoch sei und man bei der Chancengerechtigkeit für Frauen im Wissenschaftssystem nachbessern müsse. Vor allem letzteres zeigt sich deutlich: Trotz insgesamt steigendem Frauenanteil auf allen Qualifizierungsstufen, ist die Quote mit 27 Prozent unter den neu berufenen W3-Professoren nach wie vor niedrig. Außerdem sind 92 Prozent des hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personals unter 45 Jahren an Hochschulen befristet beschäftigt.

Aufforderung zu wirksamen Maßnahmen

Die GEW übt harte Kritik an Bund und Ländern auf Grundlage des aktuellen Berichts und spricht von einer Misere: Die Zuständigen „müssen endlich wirksame Maßnahmen (…) ergreifen: eine umfassende Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, einen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen und eine Reform der Personalstruktur in Hochschule und Forschung“, sagte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender.

Grundlage des Berichts sind Daten aus amtlichen Statistiken sowie aus regelmäßig durchgeführten Befragungen. Dazu gehört insbesondere die National Academics Panel Study (Nacaps), eine Längsschnittstudie über Promovierende und Promovierte des DZHW. Ab heute werden wieder rund 45.000 Promovierende aus ganz Deutschland angeschrieben und zur Teilnahme an einer neuen Befragungsrunde aufgefordert. 

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