DAAD: Stipendienprogramm für bedrohte Studierende

Studierende sitzen an einem Tisch in einer Bibliothek.

Aus Mitteln des Auswärtigen Amtes bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) das Stipendienprogramm „Hilde Domin-Programm“ an. Dieses soll weltweit gefährdete Studierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden, denen in ihrem Herkunftsland formal oder de facto das Recht auf Bildung verweigert wird, darin unterstützen, ein Studium in Deutschland aufzunehmen oder fortzusetzen. Quelle: iStock.com/jacoblund

Zusammen mit dem Auswärtigen Amt hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein neues Stipendienprogramm gestartet. 

Das „Hilde Domin-Programm“ richtet sich an Studierende und Promovierende, die in ihren Heimatländern in Gefahr sind und ihr Studium oder ihre Forschung vor Ort nicht durch- oder fortführen können.

„Wir erleben leider immer wieder, dass weltweit auch Studierende und Promovierende bedroht werden und ihnen das Recht auf Bildung verweigert wird“, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjeelaut Mitteilung. Im ersten Jahr des insgesamt 8,6 Millionen Euro umfassenden Programms konzentriere man sich auf Belarus, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. Namensgeberin für das Stipendienprogramm ist die Kölner Lyrikerin und Schriftstellerin Hilde Domin. 

Die im Rahmen des Programms nominierten und ausgewählten Studierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden werden in Studiengängen ihrer persönlichen Wahl und individuellen Qualifikationen entsprechend eingeschrieben und erhalten ein Stipendium, das die notwendigen Kosten des Studiums- bzw. Forschungsaufenthalts deckt.

Langfristiges Ziel des Stipendienprogramms ist es, den Studierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden ein Hochschulstudium bzw. einen Forschungsaufenthalt in sicherer Umgebung zu ermöglichen, damit sie nach Abschluss des Studiums bzw. Forschungsvorhabens einen wichtigen Beitrag zur politischen, wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Entwicklung in ihren Herkunftsländern (bzw. in Deutschland oder Drittländern) leisten können. Alle Geförderten des Stipendienprogramms werden in einem gesellschaftswissenschaftlichen Begleitprogramm überfachlich weiterqualifiziert, um die Aussichten auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit und einen gesellschaftlichen Beitrag zu erhöhen.

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