Digitaler Ernährungsberater für Haustiere auf Platz eins

Bei der optimalen Ernährung für das geliebte Haustier hilft eine neue App aus dem „Hause Hochschule Fulda“. Foto: Pexels/pixabay

Beim Ideenwettbewerb der Hochschule Fulda überzeugte ein interdisziplinäres Team die Jury mit einer App für Tierbesitzer.

Eine gute Idee ist viel wert. Schließlich kann sie der erste Schritt auf dem Weg zu einer Innovation sein. Im besten Fall ebnet sie den Weg zu einer Gründung. „Wir wollen Studierende daher ermutigen, Ideen für neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und diese schon in einem ganz frühen Stadium einer Jury und einem breiteren Publikum zu präsentieren, lange bevor etwa ein Prototyp vorliegt“, sagt Claudia Steinhauer.
Sie organisiert den Ideenwettbewerb der Hochschule Fulda, der seit 2011 jedes Jahr die besten drei Einreichungen prämiert. Und sie weiß: Der Weg von der Idee zur Innovation braucht Unterstützung. Dazu gehört auch, schon früh ein Feedback zu geben: Inwieweit hat eine Idee überhaupt Potenzial, in ein neues Produkt oder einen neuen Service zu münden?

Optimale Ernährung fürs Haustier

Dieses Feedback gab es nun für die zehn in diesem Jahr eingereichten Ideen. Den ersten Platz sicherte sich ein interdisziplinäres Team um Studentin Janine Koch aus dem Fachbereich Wirtschaft. Über 1.000 Euro Preisgeld durfte es sich freuen. Mit seiner App „Nutripet“ will es Haustierbesitzer*innen Informationen zu Ernährung und Gesundheit ihres Haustiers liefern. Entstanden ist die Idee aus der Erfahrung der ehrenamtlichen Tätigkeit im Tierschutzverein und mit einem chronisch kranken Haustier. Die App soll die Nährstoffe der Futtermittel in Sekundenschnelle analysieren und mit dem individuellen Gesundheitsprofil des jeweiligen Haustieres abgleichen. Das Team will so eine wertvolle Entscheidungsgrundlage für den Kauf oder die Zubereitung von Tierfutter zur Verfügung stellen.Das Team „Nutripet“ hat den diesjährigen Ideenwettbewerb der Hochschule Fulda gewonnen (von links) : Janine Koch, Franziska Koch, Theresa Wulf, Alexandra Häußlein und Michael Häußlein. Foto: Hochschule Fulda/privat

Eischnee aus Kichererbsenwasser

Über den mit 750 Euro dotierten Platz zwei durften sich zwei Studentinnen aus den Fachbereichen Oecotrophologie freuen. Ihre Idee „refaba“ entwickelten Lisa Hoffmann und Natalie Supper, als sie das Einweichwasser von Kichererbsen aus der Dose (Aquafaba) für Mousse au Chocolat verwendeten. Aufgrund der positiven Resonanz von Familie und Freunden auf ihren veganen Nachtisch wollen sie nun mittels Gefriertrocknung aus dem Abfallprodukt (reuse) ein Pulver sublimieren, das sich mit Wasser zu pflanzlichem Eischnee aufschlagen lässt.

„Ei-„Schnee aus Kichererbsen-Einweichwasser wird demnächst in pulverisierter Form für Veggie/Vegan-Fans auf den Markt gebracht. Nebenbei wird für 100%-ige Verwertung des Dosenfutters gesorgt! Foto: Polina Tankelevitch/Pexels

Portable Photovoltaikmodule effizienter nutzen

Der dritte Preis in Höhe von 500 Euro ging an Lars Bohländer aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Seine Idee:„COSOTECH“ soll es möglich machen, mobile Photovoltaikmodule im idealen Winkel auszurichten. Dazu soll eine Steuerung mit verschiedenen Sensorien die vier Beine der Photovoltaikaufständerung unabhängig voneinander in der Höhe verstellen und den Stand der Sonne ermitteln. Das soll nicht nur den momentan noch mühsamen Umgang mit den mobilen Modulen einfacher machen. Auch die Energienutzung etwa für Musik- und Handy beim Camping oder auf Festivals soll effizienter werden.

„COSOTECH“ soll es möglich machen, mobile Photovoltaikmodule im idealen Winkel auszurichten. Foto: Pexels/KindelMedia

Publikumspreis für vegane Schichteistörtchen

Beim Publikum kam die Idee der Vrozen Cups, der tiefgekühlten, veganen Schichteistörtchen am besten an. Es vergab seinen Preis wie immer per Live-Abstimmung. Das Team SCIPP aus dem Fachbereich Oecotrophologie darf sich auf einen Rundflug über die Wasserkuppe freuen.
Die Hochschule Fulda prüft nun im nächsten Schritt die Nominierung der Preisträger*innen für den Wettbewerb Hessen Ideen und ob weitere Förderangebote, die der Bund und das Land Hessen für Start-ups in der Ideen- und Frühphase bereithalten, zur Umsetzung beantragt werden können.

Weitere Ideen, die vorgestellt wurden:

  • Switch – Tauschplattform für Talente ( Tchoumi Ngonga Brice, Fachbereich Angewandte Informatik)
  • Persönliches Gesundheitshandout (Astrid Klik, Fachbereich Pflege und Gesundheit)
  • LamaFrame –  als Bilderrahmen getarnte SmartHomeZentrale (Jonas Göbel, Fachbereich Wirtschaft)
  • FittR –  App für Anreiz zum Fahrradfahren (Mujeeb Rahman Pazhottuvalappil, Ankit Anand, Fachbereich Angewandte Informatik)
  • Easy Explore –  App für Stadtnavigation (Marius Braun, Asir Fahim Dishan, Fachbereich Angewandte Informatik)
  • Vrozen Cups – tiefgekühlte, vegane Schichteistörtchen (Team SCIPP, Fachbereich Oecotrophologie)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.