Frontalkritik am Drittmittelsystem

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Im Angesicht der Drittmittelvergabe – auf dem Weg in die Prekarietät? Quelle: pixabay.com

Langsam, ungerecht und mainstreamlastig – schon jetzt wiegt die Kritik an der Drittmittelvergabe schwer. Das Buzzword „Drittmittelunwesen“ fand Eingang in den akademischen Wortschatz. Gegner des Wettwerbs um Forschungsgelder nutzen den Begriff besonders gern für Forderungen nach einer höheren Grundfinanzierung in der Wissenschaft. So weit geht die Junge Akademie nicht.

Doch rechnet sie in einem Beitrag des Wissenschaftsjournals Nature Human Behaviour sehr grundsätzlich mit dem Drittmittelsystem ab. Es komme „in vielen Fällen einer sehr ineffizienten Lotterie“ nahe, fasst Akademie-Mitglied Martin Dresler die Kritik in einer Pressemitteilung zusammen.

Das Murren über den Aufwand für Drittmittelanträge ist seit Jahren groß. Die Junge Akademie unterlegt den Unmut nun mit Zahlen in einem Online-Tool, das Zeitaufwand, Erfolgsquote und Fördersummen miteinander abgleicht. Die wichtigsten Förderprogramme der DFG ((Deutsche Forschungsgemeinschaft) und des Europäischen Forschungsrats sind dort bereits eingestellt. Der Haken: Das Tool kann die immateriellen Reputationsgewinne, die mit Drittmittelerfolgen verbunden sind, nicht erfassen. (Quelle: DieZEIT-WISSEN DREI)

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