Keine Impfstrategie für Studierende in Sicht

Forderung nach Impfstrategie für Studierende - Kölncampus
An Impfstrategien für Studierende wird gearbeitet, denn Tests allein reichen nicht. Quelle: koelncampus.com

Beim „Impfgipfel“ haben Bund und Länder über das weitere Vorgehen bei der Immunisierung der Bevölkerung gegen Covid-19 beraten. Eine echte Perspektive für die Studierenden gibt es jedoch noch immer nicht. 

Bereits seit drei Semestern lernen die rund drei Millionen eingeschriebenen Studierenden in Deutschland weitgehend ohne Präsenzveranstaltungen, mit sehr eingeschränktem Kontakt zu Kommilitonen und Kommilitoninnen. Da Vorlesungen und Seminare in wechselnden Besetzungen stattfinden, warnt der HRK-Präsident Peter-André Alt davor, weiterhin nur auf Tests zu setzen. „Die Hochschulen können nur mit einer entsprechend hohen Impfquote bei Studierenden und Lehrenden in den Regelbetrieb zurückkehren“, sagte Alt. Lösungen sieht er darin, die Hochschulen und insbesondere die Universitätsmedizin in eine Impfstrategie einzubinden und auch auf die hochschulischen Betriebsärzte zurückzugreifen.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt und unterstützt die Forderung der Hochschulrektorenkonferenz nach einer klaren Impfstrategie für die Studierenden. DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep, dass die psychosozialen Beratungsstellen der Studentenwerke dringend ausgebaut werden müssten. Die Studierenden „haben mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen, mit Vereinsamungsgefühlen in der digitalen Isolation, mit Fragen nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Studiums, oder mit Ängsten vor Verschuldung.“ 

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