Qualitätspakt Lehre ausgelaufen – Maßnahmen werden weitergeführt

Das Förderprogramm „Qualitätspakt Lehre“ lief Dezember 2020 aus und verzeichnet zufriedenstellende Erfolge. Nun gilt es dranzubleiben. Quelle: bmbf.de

Dezember vergangenen Jahres fand der „Qualitätspakt Lehre“ nach zehnjähriger Laufzeit seinen Schlussakkord. Dieses Förderprogramm gehörte zu einem der vielen und bedeutendsten Förder-Pakete vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung). Es setzte durch Wettbewerb auf einen speziellen Fördertopf strukturelle Anreize zur Verbesserung der Lehre.

Die insgesamt investierten zwei Milliarden Euro haben sich laut Abschlussbericht offenbar gelohnt. Denn nun hat ein wissenschaftliches Konsortium, welches das Programm über den gesamten Zeitraum evaluierte, den Abschlussbericht vorgelegt. Darin heißt es u.a. im Fazit:

„Die Evaluationsergebnisse [der beteiligten Hochschulen; Anm. Red.] weisen den Qualitätspakt Lehre als einen wichtigen Impulsgeber für institutionelle und kulturelle Veränderungen an den Hochschulen aus. Im Rahmen der Förderung und darüber hinaus:

– wurde zur verstärkten Auseinandersetzung mit Themen der Lehre an den Hochschulen angeregt, z. B. über die Durchführung von hochschulweiten Diskussions- und Veranstaltungsformaten sowie Anreizen zur Weiterentwicklung der Lehre;
– wurde das Thema der Lehrqualität stärker institutionell verankert, z. B. über Arbeitskreise, Qualitätszirkel, zentrale Einrichtungen, in Berufungsverfahren etc.;
– weiteten die Hochschulakteure ihr Wissen und ihre Kompetenzen im Hinblick auf Veränderungsprozesse und die Implementation innovativer Ideen im Bereich von Studium und Lehre aus und entwickelten Steuerungs- und Qualitätsentwicklungsprozesse weiter.

In Wechselwirkung mit weiteren Initiativen und Faktoren wurden im Förderzeitraum somit der Stellenwert von Studium und Lehre erhöht, die Wertschätzung für gute Lehre gesteigert und ein Einstellungs- und Kulturwandel (mit-)angestoßen.“

Volle Kraft voraus gilt nicht nur für Schiffe, sondern auch für die Lehre. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (im Bild) sieht im Qualitätspakt Lehre einen bedeutenden „Schub für die Hochschulen“. Quelle: BMBF/Hans-Joachim Rickel

Erfolgsbescheinigung von höchster Stelle 

Auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek betonte die hohe Bedeutsamkeit des Qualitätspakts Lehre (kurz: QP) und stellte erfreut fest, dass QP  den Hochschulen „einen kräftigen Schub zur Weiterentwicklung der Lehre und zur Verbesserung der Studienbedingungen gegeben“ habe; davon profitierten die Studierenden jetzt in der Pandemie.

Schwerpunkte für die Zukunft

Die im Abschlussbericht außerdem formulierten Empfehlungen und damit Ausblicke in die Zukunft betreffen z.B. „die dauerhafte Einrichtung von Projekt-Fördermöglichkeiten für die Lehre, die Organisation des bundesweiten Austauschs und die Vernetzung der Akteure sowie den Transfer neuer Erkenntnisse in die Breite.“

Diesen Aufgaben wird sich die neue Stiftung Innovation in der Hochschullehre widmen. Sie wurde Ende des Jahres neu gegründet und wird von Bund und Ländern mit 150 Millionen Euro pro Jahr gefördert.

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