Heiße Zeiten für Solartechnik? – Studiengang Erneuerbare Energien setzt auf Nachhaltigkeit

Erneuerbare Energie, Hochschule Fulda
Wie effizient ist der heiße Sommer für die Gewinnung von Solarenergie? – Diese und andere Fragen,  zukunftsfähige Konzepte sowie technische Lösungen rund um die Energiewende beschäftigen die Studierenden des Studiengangs „Erneuerbare Energien“ (B.Eng.). Foto: Hochschule Fulda

Der Sommer ist heiß … sehr heiß. Die einen jubeln, die anderen stöhnen. Doch unter Experten sind die extremen Temperaturen wieder einmal Anlass zu mindestens ebenso heißen Diskussionen über den Klimawandel und der dringendst gebotenen Energiewende. Der neue Studiengang „Erneuerbare Energien“ (B.Eng.) am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik ist nur eine der möglichen, aber handfesten Reaktionen auf einen der wichtigsten Handlungsbedarfe unserer Zeit.

Auch wenn sich Experten über die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels im Detail uneins sind, in einem sind sich alle einig: Der Klimawandel zeigt sich unabhängig von Jahreszeiten in extremen Ausschlägen, und die seit Jahrzehnten diskutierten Maßnahmen, die steigenden Rohstoffpreise und das Umdenken in der Bevölkerung fordern schnellstmögliche Umsetzung.

Energiebranche boomt – Bedarf nach qualifizierten Ingenieur*innen auch

Zu dieser Umsetzung gehört auch der seit einigen Jahren rapide steigende Bedarf an ausgebildeten Fachkräften. Qualifizierte Ingenieur*innen, die Antworten auf die Fragen der dringendst gebotenen Energiewende entwickeln können, sind gebraucht wie nie. Die Hochschullandschaft regiert darauf mit entsprechenden Ausbildungsgängen. Auch die Hochschule Fulda führt zum Wintersemester 2018/2019 den neuen StudiengangErneuerbare Energien (B.Eng.)“ ein, der am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik bisher als Schwerpunktfach belegt werden konnte.

Ziel für 2050: 80 Prozent aus erneuerbaren Energien

ERneuerbare Energien, Hochschule Fulda
Der Klimawandel betrifft alle: Auch dieser Geselle wartet auf die zügige Umsetzung der Energiewende. Foto: Robert Gross

In dem nun eigenen Studiengang dreht sich im Prinzip alles um die grundlegende Frage, wie die Energiewende gelingen kann. Hierfür gilt es  u.a. Konzepte zu entwickeln für die Produktion, den Transport und die Speicherung „sauberen“ Stroms. Sollen – wie geplant – bis 2050 mindestens 80 Prozent des nationalen Energiebedarfs aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse generiert werden, braucht es dafür technische Lösungen. Die zukünftigen Experten beschäftigen sich deshalb nicht nur mit der Erzeugung und Speicherung von Energie und deren Netzen, sondern auch mit der größtmöglichen Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Im gut ausgestatteten Labor des Studiengangs lernen Studierende unmittelbar, wie etwa eine Photovoltaikanlage ausgerichtet sein muss oder welcher Standort für eine Windkraftanlage optimal ist.

Kälte günstiger für solare Energiegewinnung als Wärme

Was sie übrigens auch lernen: Der heiße Sommer ist mitnichten die günstigste Rahmenbedingung für den bestmöglichen Energieertrag aus den Solarmodulen. Denn bei Kälte arbeiten Photovoltaikanlagen tatsächlich effizienter als bei warmen Wetter.

Aber immerhin: Sie arbeiten – und machen, wie wir alle, das Beste aus diesem superheißen Sommer.

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