HRK: Pandemie bedroht Forscherkarrieren

Laut HRK erfahren junge Forschende durch die Pandemie erhebliche Nachteile. Quelle: kids-party-world.de

Das Coronavirus attackiert die Wissenschaft. So ist es sinngemäß dem Positionspapier der Hochschulrektorenkonferenz zu entnehmen. Demnach bedrohe die Pandemie die Karrieren junger Forschender und stelle deshalb eine Gefahr für das gesamte Wissenschaftssystem dar. Denn aufgrund der pandemiebedingten Wirtschaftskrise ziehen sich Unternehmen zunehmend aus der Finanzierung von Kooperationsprojekten zurück, welche den Hochschulverbünden im zweistelligen Millionenbereich vergangenen Jahres entstanden seien.

Und dies trifft allem junge Forschende, überwiegend in Drittdmittelprojekten beschäftigt sind. Doch auch wenn Nachwuchs-Forscher*innen rein staatlich finanziert sind, werden sie von Hygienekonzepten und Pandemie-Regeln ausgebremst und stecken pandemiebedingt länger in der Qualifizierungsrille fest. Das bedeutet für die nachrücke Generation verminderte Chancen auf eine wissenschaftliche Laufbahn. Auch ohne Pandemie standen junge Forschende unter hohem Zeitdruck, mit Pandemie ist dieser erheblich gestiegen. ist er in der Pandemie weiter gestiegen.

„Pandemiebedingte Beeinträchtigungen angemessen berücksichtigen“

Vor Hintergrund dieser von der HRK beschriebenen Zustand folgt etwa die Mahnung der HRK, dass bei Personalentscheidungen „pandemiebedingte Beeinträchtigungen angemessen zu berücksichtigen“ seien. In die faire Leistungsbewertung“ müssten vor allem besondere familiäre Betreuungs- und Sorgeaufgaben einfließen.

Aber setzen die Hochschulrektoren ihr Positionspapier um, könnte es einen Paradigmenwechsel einleiten und wegführen von einer Forschendenauswahl, die sich nach Quantität und Qualität von Publikationen ausrichtet.

Hochschulen im Verteilungskampf um staatliche Corona-Hilfen

Auch Bund und Länder werden von der HRK in die Pflicht genommen, um Karrierebrüche zu verhindern, sollen diese doch Geld für die „Kompensation von Einnahmeausfällen“ bereitstellen. Damit steigen die Hochschulen jedoch in den Verteilungskampf um staatliche Corona-Hilfen ein. Einen „Ersatzfinanzierungsfonds“ mit rund 400 Millionen Euro hat das BMBF für die Jahre 2020 und 2021 bereits eingerichtet. 

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