Adventszeit: Wenn sich Türchen, Türen und Tore öffnen – auch an der Hochschule Fulda

Advent, Hochschule Fulda
Nur noch fünf Tage bis zum letzten Türchen: Adventskalender verkürzen die Vorweihnachtszeit. Foto: Wahl

Die einen erwarten die Ankunft Jesu Christi, die nächsten vor allem das Weihnachtsfest und viele hecheln einfach nur den ruhigen Feiertagen entgegen: In jedem Fall ist die Adventszeit die Zeit der Erwartung, der Ankunft (lat.: adventus=Ankunft) … und die Zeit, in der zahlreiche Bräuche eine große Rolle spielen: u.a. der Adventskalender. Ein gutes Beispiel findet sich hier.

Dieses mal mehr, mal weniger phantasievolle Hilfsmittel zur Verkürzung der Vorweihnachtszeit ist heute aus den meisten, zumindest christlich geprägten Haushalten und Kindheitserinnerungen nicht wegzudenken. Allerdings ist dieser Brauch gar nicht mal so alt und den unterschiedlichen Traditionen der evangelischen und katholischen Kirche geschuldet, mit denen jeweils die Adventszeit begangen wurde. Denn im Gegensatz zur morgendlichen Rorate-Messe bei den Katholiken, fanden die adventlichen Andachten in der evangelischen Kirche Zuhause statt. Und so sind im evangelischen, familiären Milieu – in Ermangelung sonstiger Messe- oder Gottesdienstrituale oder -symbole – viele Adventsbräuche entstanden. Als erstmals belegt gilt der Adventskalender seit 1838 in Form von insgesamt 24 Kerzen auf einem Leuchter, die im Rahmen der morgendlichen Adventsandacht in einem Hamburger „Knabenrettungshauses“ nach und nach entzündet wurden.

Seither entwickelten sich die Adventskalender zu den Exemplaren, wie wir sie heute kennen: von Abriss- und Bastelkalendern, über Kalender mit Türchen zum Öffnen (seit ca. 1920) und Schokolade gefüllt (seit 1958) bis hin zu Tee- bzw. Räucherkerzen-Adventskalender oder kleinen Geschenkpäckchen, die aufgehängt werden. Die Motive wurden zunehmend profaner, doch aktuell erfreuen sich auch wieder Advents- und Weihnachtsmotive in analoger oder digitaler Form großer Beliebtheit.  Populär sind auch die überdimensionalen Kalender in Form illuminierter Fenster an Gebäuden oder sogenannte „lebendige Adventskalender“ auf Dörfern, zu dem sich Mitbürger vor einer jeweils anderen, adventlich geschmückten Haustür des Dorfes versammeln und gemeinsam Andacht halten.

Wie oben bereits erwähnt, gibt es auch einen ganz besonders schönen und interessanten Adventskalender von der Hochschule Fulda. Hier öffnet sich seit 1. Dezember jeden Tag eine neue Tür und beschert ungeahnte Einblicke in die verschiedenen Räumlichkeiten unserer Hochschule. Ein Besuch auf Instagram lohnt sich also, nicht nur zur Adventszeit!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.