OECD-Studie: Corona hat Forschung beschleunigt

Die Forschung zu corona-orientierten Themen ist (logischerweise) exorbitant gestiegen, während allerdings die Forschung zu anderen Themen stark vernachlässigt wird. Quelle: monoropic.stock.adobe.com

Viele haben es bereits geahnt, eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) belegt diese Ahnung nun: Die Corona-Pandemie hat die Forschung regelrecht beflügelt. Das berichtet das Online-Portal Forschung und Lehre.

In den ersten Monaten der Pandemie hätten die Forschungsfördereinrichtungen in den Ländern, für die Daten vorliegen, mehr als fünf Milliarden US-Dollar (etwa 4,1 Milliarden Euro) zusätzlich für Forschung und Entwicklung zu Covid-19 bereitgestellt. Davon seien etwa 850 Millionen US-Dollar (etwa 700 Millionen Euro) aus Europa gekommen. Besonders bemerkenswert sei, so schreiben die Autorinnen und Autoren, dass in „beispiellosem Tempo“ Impfstoffkandidaten mit hoher Wirksamkeit erforscht und produziert worden seien.

Die Fokussierung auf die Corona-Pandemie habe jedoch dazu geführt, dass in anderen Themenbereichen weniger intensiv geforscht wurde. Das könne auf lange Sicht negative Folgen haben. „Diese Entwicklungen drohen, die Innovationssysteme langfristig zu schädigen“, warnen die Autoren, „und das zu einem Zeitpunkt, an dem Wissenschaft und Innovation am dringendsten benötigt werden, um denKlimanotstandzu bewältigen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und die digitale Transformation zu beschleunigen.“

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