Bilanz: Studierende kommen im Corona-Semester überwiegend gut zurecht

Überwiegend gut meistern die Studierenden das Digital-Semester. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com / Loreno Carnero

Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) bewältigten die Studierenden das Digital-Semester überwiegend gut. Allerdings fehlt den meisten der Befragten der persönliche Austausch mit Kommiliton*innen und Lehrenden.

86 Prozent der Studierenden hatten demnach keinerlei oder kaum Probleme bei der Nutzung des digitalen Lehrangebots. Darunter waren 78 Prozent technisch ausreichend ausgerüstet, um daran teilzunehmen, und 66 Prozent empfanden sogar die Flexibilität als äußerst begrüßenswert, die mit den neuen Formaten einherging. Auch mit der Umsetzung der Prüfungen waren zwei Drittel der Studierenden zufrieden. Allerdings leiden Studierende unter der Isolation: 80 Prozent fehlte insbesondere der persönliche Austausch mit Mitstudierenden und den Lehrenden (63 Prozent). 

Lehrangebot mehrheitlich aufrecht erhalten

Knapp die Hälfte der Studierenden (47 Prozent) rechnen mit einer Verlängerung ihres Studiums wegen der Pandemie, was u.a. durch zum Teil ausgefallene Lehrangebote begründet sein könnte. So seien nach Angaben von 25 Prozent der Studierenden Veranstaltungen ersatzlos ausgefallen. Das betraf bei sechs Prozent sogar die Hälfte der Veranstaltungen oder mehr. Dies bedeutet demgegenüber, dass bei drei Vierteln der Befragten keine Lehrveranstaltungen ausgefallen seien.

Karliczek: „Ergebnisse zeigen Pragmatismus und Kreativität“

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek zollt Hochschulen, Lehrenden und Studierenden Respekt und Anerkennung. Quelle: welt.de

„Das ist eine gute Nachricht und spiegelt die große Kraftanstrengung an den Hochschulen wider, das Beste aus dieser Zeit zu machen“, lobt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek angesichts dieser Ergebnisse den „Pragmatismus und die Kreativität, mit denen Hochschulen, Lehrende und Studierende die Lehre in der Pandemiezeit umgekrempelt haben“. Klar sei jedoch auch, dass die Hochschulen bei der fortschreitenden Digitalisierung Unterstützung brauchten. „Die zwischen Bund und Ländern im vergangenen Jahr geschlossenen milliardenschweren Vereinbarungen ‚Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken‘ und ‚Innovation in der Hochschullehre‘ schaffen aus meiner Sicht ideale Voraussetzungen, die Digitalisierung an den Hochschulen jetzt zügig auf ein neues Qualitätsniveau zu heben“, sagte Karliczek. Denn auch an den Lehrenden gehe die Umstellung auf Digitalformate nicht spurlos vorüber.

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