Ideen und Visionen für ein (post-)pandemisches Studium

FDP-Politikerin Ria Schröder plädiert für ein bundesweites Campus-Festival am Ende der Pandemie. Quelle: spiegel.de

Hunderttausende zukünftige Akademiker im ersten, zweiten, dritten Semester haben bislang keinen Hörsaal von innen gesehen. Die Rede ist von all jenen, die kurz vor oder während der Corona-Pandemie ein Studium aufgenommen haben.

Noch immer gibt es keine bundesweite Strategie, wie die deutschen Hochschulen zu einem sicheren Präsenzbetrieb zurückkehren könnten. In den Öffnungsplänen der Bundesregierung werden die Unis nicht einmal erwähnt. Warum es kein Zurück mehr geben kann, sondern die Universität stattdessen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter steht, schrieb Anna-Lena Scholz der ZEIT (16/2021).

Außerdem stellen vier Hochschulexpertinnen und -experten Ideen vor, was Studierenden jetzt helfen könnte. Ria Schröder, Mitglied im Bundesvorstand der FDP, schlägt etwa vor, dass nach Ende der Corona-Pandemie „alle Hochschulen in Deutschland gleichzeitig ein großes, lautes Campus-Festival organisieren“ sollen. Durch die Pandemie gehe verloren, dass das Studium nicht nur der Wissensvermittlung diene, sondern auch „eine Zeit für persönliche Entwicklung, neue Erfahrungen und Freundschaften fürs Leben“ sei. Der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann bringt ein „bolognafreies Studienjahr“ ins Gespräch, bei dem Studierende nicht durch Reglementierungen und Prüfungsfristen eingeschränkt würden. Der Berliner Soziologe Steffen Mau fordert ein verlängertes Sommersemester, in dem auch Parks und Kleingärten zu Seminarräumen werden könnten. Und die Präsidentin der TU Darmstadt, Tanja Brühl, regt an, eine „Vision für ein postpandemisches Studium zu entwerfen“ – auch digitale Formate müssten mehr Teilhabe ermöglichen.

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