Längere Regelstudienzeit wegen Corona-Einschränkungen

Mit Verlängerung der Regelstudienzeit verlängert sich auch die Förderhöchstdauer beim BAföG. Foto: bafoeg-rechner.de

Studierende, die sich im Sommersemester 2020 immatrikuliert haben, bekommen eine Verlängerung der Regelstudienzeit um ein Semester gewährt. Dafür hat nun die hessische Landesregierung gesorgt und eine rechtssichere Verordnung in Gang gebracht.

Damit sollen Nachteile beim BAföG verhindert werden, die wegen der Corona-Pandemie nötigen Beschränkungen für Studierende entstehen können. Der vom Hessischen Landtag beschlossene Gesetzesentwurf ermöglicht es zudem, Online-Prüfungen per Verordnung zu regeln.

„Der eingeschränkte Betrieb an den Hochschulen hat viele Studierende vor große Herausforderungen gestellt. Video-Vorlesungen und Online-Seminare können nicht alle Aspekte der Lehre ersetzen“, erklärt die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Leider weigert sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek bisher, den Studierenden durch eine pauschale Verlängerung der Förderhöchstdauer beim BAföG um ein Semester Planungssicherheit zu geben. Deshalb greifen wir zu dieser hessischen Lösung.“ Denn um in Hessen den Studierenden Sicherheit zu geben, war eine gesetzliche Grundlage nötig; diese gibt es nun befristet bis Ende 2021 und beschränkt auf Sachverhalte, die durch Corona verursacht sind.

Die Rechtssicherheit werden nun auch für die Online-Prüfungen ins Auge gefasst. Online-Prüfungen werden an den hessischen Hochschulen bisher aus Unsicherheit nur zurückhaltend genutzt, da viele Fragen etwa über zulässige Prüfungsformate oder der Datensicherheit noch nicht geklärt sind. Deshalb prüft die hessische Landesregierung in enger Abstimmung mit den Hochschulen, ob und in welcher Weise eine rechtssichere Rahmenregelung zielführend ist.

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