Nützliche Tipps für die Prüfungszeit, Teil I: Intervall-Lernen und Kontinuität

Prüfungszeit, Hochschule Fulda
Die Prüfungszeit startet kommende Woche, und viele nutzen dieser Tage die Hochschul- und Landesbibliothek, um zu büffeln. Aber auch Lernen will gelernt sein. Foto: Hochschule Fulda/Uli Mayer

Kommende Woche beginnt die Prüfungszeit, die für viele eine Zitterpartie, für nicht wenige äußerst angstbesetzt und für die Mehrheit zumindest eine angespannte Phase darstellt. Vielleicht helfen die Tipps im Folgenden, um die Aufregung zu lindern. Im ersten Teil geht es um Lernmethoden, die möglicherweise zum Endspurt der Vorbereitung für einige recht nützlich sein könnten.

25+5: Intervall-Lernen

Prüfungszeit, Hochschule Fulda
25 Minuten konzentriertes Lernen und 5 Minuten konsequente Pause: Das Intervall-Lernen gilt als besonders effektive Lernmethode. Foto: Hochschule Fulda/Uli Mayer

1. Fokussieren: Stellen Sie alle Störungen ab. Bringen Sie sich einen guten Zustand. Aktivieren Sie Ihren Körper durch Recken und Strecken und aufrechtem Stehen oder Sitzen. Beantworten Sie für sich folgende Fragen:
– Wofür lerne ich?
– Was brauche ich jetzt gerade?
– Bin ich fit?

2. 25 Minuten konzentriert lernen: Stellen Sie sich einen Wecker. Wenn die Zeit läuft, lassen sich Sie sich nicht mehr ablenken. Egal, wie Sie vorankommen, egal, was Sie beim Lernen verstehen, Sie bleiben bei der Sache.

3. 5 Minuten Pause: Nach 25 Minuten Synapsen-Workout braucht das Gehirn eine Pause, um die neuen Informationen zu verdauen. Dabei möchte es von Ihnen nicht gestört werden. Lassen Sie Ihr Gehirn daher in Ruhe (kein Internet, Facebook, Handy, Telefon, Reden etc..) Gehen Sie kurz im Raum herum, schauen Sie aus dem Fenster, trinken Sie etwas.
Wenn Sie mehrere Intervalle hintereinander lernen möchten, beginnen Sie immer mit dem Fokussieren und kontrollieren Sie jedes Mal, ob Sie sich körperlich und geistig fit fühlen. Lernen Sie nicht, wenn Sie platt und lustlos sind.

Täglich-Lernen: Das Erfolgsrezept für Prüfungserfolg

Jeden Tag bis zum Ende der Schulzeit, des Studiums oder der Ausbildung (mindestens) ein Intervall lernen (einzige Ausnahmen: Vollnarkose und Koma)
– Es kann nicht vorgelernt oder nachgeholt werden.
– Wenn keine Prüfungen und Lehrveranstaltungen anstehen, reicht das Lesen eines Fachartikels im Internet. Im Notfall geht auch eine anspruchsvolle Tageszeitung. Entscheidend ist die Konzentration!

Prüfungszeit, Hochschule Fulda
Wem die Motivation und Verbindlichkeit allein schwer fällt, dem helfen auch Lerngruppen bzw. die Angebote im Lernzentrum der Hochschule Fulda. Foto: Hochschule Fulda/Uli Mayer

– ldeen zur Steigerung der Verbindlichkeit:

o Einen Vertrag unterschreiben und beim Schreibtisch aufhängen
o Bildschirmschoner auf dem Handy einrichten
o Mit anderen gemeinsam damit anfangen
o Allen Menschen, die einem wichtig sind, davon erzählen
o Bei Facebook posten, dass man ab heute täglich ein Intervall lernt

– Wenn Sie damit starten, werden Sie merken, wie Sie durch die hohe Kontinuität und die hohe Intensität mehr verstehen, aus den Lehrveranstaltungen mehr mitnehmen und vor den Prüfungen weniger wiederholen müssen.

Zeit sichtbar machen

Prüfungszeit, Hochschule Fulda
Gesammeltes Wissen: Wer für jeden gelernten Intervall einen Zettel in ein Gefäß wirft, der weiß, was er geschafft hat. Foto: Hochschule Fulda/ZSB

– Für jedes konzentriert gelernte lntervall (25+5) wird ein kleiner Notizzettel zerknüllt und in eine Vase/Flasche/Müllbeutel etc. geworfen. Sie können ein Stichwort zum Lerninhalt draufschreiben.
– Wenn für mehrere Prüfungen parallel gelernt wird, können unterschiedliche Farben verwendet werden.
– Wenn Sie alle Zettel bis zur Prüfung aufheben, haben Sie einen fühlbaren Beweis für die investierte Lern-Zeit. Dies kann Nervosität vorbeugen. Wenn Sie alle Zettel bis zum Ende des Studiums aufheben, haben Sie das Ausmaß Ihres Wissens vor Augen.

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