Überbrückungshilfe für Studierende bis Ende des Wintersemesters verlängert

Dashboard Überbrückungshilfe: © BMBF

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Zuschusskomponente der Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage für den November und darüber hinaus bis zum Ende des Wintersemesters ab sofort wieder ein.

Das Instrument der Überbrückungshilfe hat sich laut Bundesbildungsministerin Anja Karliczek in den Monaten von Juni bis September bewährt. Die Nothilfe war zwischendurch ausgesetzt, weil im Sommer deutlich weniger Anträge eingegangen waren, in der eine pandemiebedingte Notlage nachgewiesen werden konnte.

Bundesministerin Anja Karliczek sichert den Studierenden weitere Unterstützung zu: „Wir lassen die Studierenden in dieser Pandemie nicht allein.“ © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Durch den neuerlichen Teil-Lockdown ist allerdings abzusehen, dass wieder Einkünfte für Studierende wegfallen. Deshalb soll die Unterstützung über den November hinaus auf das ganze Wintersemester ausgedehnt werden.

Anpassungen und Erleichterung bei Beantragung und Prüfung

Umgesetzt werden die Hilfen in den kommenden Monaten wieder vom Deutschen Studentenwerk und den Studierenden- bzw. Studentenwerken. Für die Beantragung und die Prüfung in den Studierenden- und Studentenwerken sind Anpassungen mit Blick auf die Dauer der Pandemiesituation und einige Erleichterungen  in Richtung Ent-Bürokratisierung vorgesehen. 

In der Pressekonferenz erklärt der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde: „Erneut stehen die Studenten- und Studierendenwerke bereit, um Studierende, die durch die Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind, zu unterstützen.“ © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Auch bei der durchgängig verfügbaren zweiten Komponente der Überbrückungshilfe für Studierende – dem bewährten KfW-Studienkredit – gibt es eine Erweiterung. Er wird für das komplette Jahr 2021 zinsfrei gestellt. Ausländische Studierende können noch bis März 2021 Anträge stellen.

„Wir freuen uns über die Entscheidung des Ministeriums, den KfW-Studienkredit bis zum Ende des Jahres 2021 zinslos zu stellen. Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig diese Maßnahme ist, um Studienabbrüche aufgrund der Corona-Pandemie zu verhindern. Die Verlängerung der zinslosen Phase gibt vielen jungen Menschen die notwendige Planungssicherheit, auch über die aktuelle Krise hinaus. Es ist in unser aller Interesse, dass Studierende sich weiterhin voll auf ihr Studium fokussieren können.“ (Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe)

Erst BAföG-Ansprüche checken!

Schlussendlich sind beim wichtigsten Instrument zur Studienfinanzierung – dem BAföG – seitens des Bundesministeriums schon viele Verbesserungen und Erleichterungen vorgenommen  worden, mit dem Ergebnis, dass die Studierenden im Schnitt höhere Förderung erhalten. Deshalb sollten  Studierende in Notlagen zunächst mögliche BAföG-Ansprüche prüfen und gegebenenfalls einen Antrag auf BAföG stellen, bevor sie auf die Überbrückungshilfen oder den KfW-Studienkredit zurückgreifen.

Übrigens: Die gemeinsamen Anstrengungen mit den Hochschulen scheinen sich bisher ausgezahlt zu haben: Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) unter mehr als 28.000 Studierenden zeigt, dass trotz der Corona-Pandemie die Studierenden nicht häufiger über einen Studienabbruch nachdenken als noch vor vier Jahren. Und ein Großteil der Veranstaltungen konnte stattfinden, allerdings digital. 

Weitere Infos zur Überbrückungshilfe, KfW-Studienkredit u.ä. gibt es hier.

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