Wege nach dem Abitur – Oder auch: Was interessiert mich? Was will ich? Wer bin ich überhaupt?!

Abitur - Und was dann?
So vielfältig wie die Wege ins Studium sind auch die Informations- und Beratungsangebote.  Foto: Wahl

Beratungs- und Infoangebote nutzen!

Jedes Jahr strömen Studieninteressierte zur Vortragsreihe „Wege ins Studium“ an der Hochschule Fulda. Die meisten davon befinden sich inmitten ihrer Abiturphase und sehen sich konkret mit der Frage konfrontiert, wie es für sie nach ihrem Schulabschluss weitergehen soll.

Einige wissen sehr genau, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen wollen. Für sie steht nicht nur fest, dass sie studieren, sondern auch, auf welchen Studiengang sie sich bewerben werden. Andere hingegen haben noch gar keinen Plan und sind froh, wenn sie erst einmal ihre Abiturprüfungen organisatorisch und nervlich einigermaßen auf die Reihe kriegen. Ihnen spricht etwa die achtzehnjährige Barbara aus der Marienschule Fulda aus dem Herzen: „Mir schien das Abitur immer so weit weg! Und jetzt bin ich mittendrin und soll auch noch wissen, was ich danach machen soll? -Keine Ahnung!“

Zwischen Klausuren und mündlichen Prüfungen in der Abiturphase ploppen dann nicht nur bei Barbara Fragen auf, etwa: „Wie soll es nach dem Abitur weitergehen?“, „Welcher Beruf, welche Ausbildung kommt für mich in Frage?“, „Brauche ich ein Studium?“, „Will ich ein Studium und wenn ja, welches?“ oder: „Wie komme ich an die (richtigen) Informationen?“

Zahlreiche Vorträge und persönliche Beratungsgespräche

Kein Grund zur Panik, denn es gibt zahlreiche Informations- und Beratungsangebote, die unterstützen können – ob es nun um eine grobe Orientierung hinsichtlich möglicher Studien- und Ausbildungswege geht oder um eine allgemeine Selbsteinschätzung bezüglich zukünftiger Berufe oder auch um individuelle Neigungen und Interessen, die auf Ausbildungs- und/oder Studienmöglichkeiten abgestimmt werden können. Sowohl an Schulen und (über-) regionalen (Aus-) Bildungsmessen als auch an Hochschulen oder der Bundesagentur für Arbeit gibt es regelmäßig Informationsveranstaltungen mit zahlreichen Tipps und weiterführenden Infos sowie – fast noch wichtiger – kompetente Berater*innen, die durch ihre Vorträge und Beratungsgespräche persönlich bei der Studien- und Ausbildungswahl zur Seite stehen.

Viele Anlaufstellen für alle Lebenslagen

So stehen Fachleute der Zentralen Studienberatung in allen Fragen zu Studium und Studiengängen mit Rat und Tat zur Seite, geben erste Auskünfte und/oder vermitteln weiter in spezifischen Fragen zu besonderen Lebenslagen (Familienbüro, Psychosoziale Beratungsstelle, Chronische Erkrankungen oder Behinderungen, Finanzierung u.v.m).  Diejenigen, die bereits wissen, das und was sie studieren wollen, sind bei den Kolleg*innen vom Studienbüro bestens aufgehoben, die rund um Bewerbung, Immatrikulation samt ihren Bestimmungen und Fristen Auskunft geben.

Studienberatung (ZSB) hilft im Dickicht der 20.000 Studiengänge

Für Tim Feldermann von der Zentralen Studienberatung (ZSB), Hochschule Fulda, gehören zu einer zielführenden Ausbildungs- bzw. Studienvorbereitung schlicht ein vernünftiger Zeitvorlauf sowie eine ehrliche Selbsteinschätzung. „Meines Erachtens sind die zuverlässigsten Wegweiser durch dieses Dickicht der unterschiedlichen Ausbildungs- und Berufswege letztlich die persönlichen Neigungen, Hobbys, Interessen, Begabungen, auch mitunter banal erscheinende, individuelle Eigenarten.“ Angesichts der derzeit rund 20.000 Studiengänge betont der erfahrene Studienberater neben der bewertungsfreien „Selbstanalyse“ die Vorteile einer persönlichen Beratung direkt bei entsprechenden Expert*innen. „Suchmaschinen sind oftmals keine wirkliche Hilfe. Im Gegenteil führen sie nicht selten zu Informationsverzerrungen und weiterer Verwirrung.“

Tim Feldermann von der Zentralen Studienberatung (ZSB) an der Hochschule Fulda.
Tim Feldermann und seine Kolleg*innen der Zentralen Studienberatung (ZSB), Hochschule Fulda, geben erste Orientierungen und mögliche Lösungswege. Foto: Wahl

 

Berufspsychologischer Service (BPS) unterstützt bei realistischer Selbsteinschätzung

Heike Diegelmann, Agentur für Arbeit.
Diplom-Psychologin Heike Diegelmann (Agentur für Arbeit) und ihre Kolleg*innen vom Berufspsychologischen Service (BPS) bieten professionelle Unterstützung bei einer fundierten Selbsteinschätzung. Foto: Wahl

Systematische Hilfe im Zuge einer realistischen Selbsteinschätzung bei Studien- und Ausbildungsüberlegungen bietet auch die Bundesagentur für Arbeit. Denn neben der Berufsberatung können Suchende den Berufspsychologischen Service (BPS) in Anspruch nehmen. Ein dortiges berufsbezogenes und / oder psychologisches Beratungsgespräch kann durchaus zu erhellenden Erkenntnissen über die eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Grenzen führen bzw. letzte Zweifel und Unsicherheiten aus dem Weg räumen. Auch beim Berufspsychologischen Service in Fulda erstellen darüber hinaus je nach Wunsch oder Auftrag die Diplom-Psychologin Heike Diegelmann und ihre Kolleginnen psychologische Gutachten.

Trotz der vielen, hilfreichen Informations- und Beratungsangebote (, von denen in diesem Beitrag nur ein Bruchteil genannt werden konnte,) bleibt ein wesentlicher Aspekt bei der Ausbildungs- und Studiensuche allein den Suchenden vorbehalten: die Entscheidung!

„Es gibt keine Möglichkeit, sich nicht zu entscheiden“, stellt Tim Feldermann in bestechender Logik klar und sucht gleichzeitig übermäßigen Druck aus diesem Entscheidungsprozess zu nehmen: „Die Studienentscheidung stellt Weichen. Doch sie determiniert das Leben nicht zwangsläufig bis zum Ende aller Tage. Und außerdem: Es gibt nicht die perfekte Wahl. Es gibt aber eine sehr gute!“

 

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